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Photovoltaikanlage installieren lassen: Wer zuständig ist und welche Kosten entstehen

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich für viele Haushalte – doch vor der ersten Kilowattstunde Solarstrom steht die Frage, wer die Anlage eigentlich installiert und wie viel die Montage kostet. Ebenso wichtig ist die Entscheidung, ob man ein Komplettpaket vom Solarteur bucht oder einzelne Leistungen selbst organisiert.

Solarpanel (Foto: Bill Mead/Unsplash)

Wer eine PV-Anlage installiert

Photovoltaikanlagen werden in der Regel von Fachbetrieben installiert, die auf Solartechnik spezialisiert sind. Diese Betriebe übernehmen Planung, Dachstatikprüfung, Auswahl der Komponenten sowie Montage von Modulen, Wechselrichter und Verkabelung. Der elektrische Anschluss an das Hausnetz darf ausschließlich durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen. Zwar sind PV-Anlagen technisch anspruchsvoll, doch nicht jeder Elektriker ist automatisch dafür qualifiziert. Es braucht zusätzlich Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien und eine Eintragung beim Netzbetreiber.

Viele Solarteure verfügen deshalb über eigene Elektriker oder arbeiten eng mit spezialisierten Elektrofirmen zusammen. Wer selbst einen Elektriker beauftragen möchte, sollte unbedingt vorher klären, ob dieser beim jeweiligen Netzbetreiber zugelassen ist und regelmäßig PV-Anlagen anschließt.

Kosten für die Installation

Die Installationskosten hängen stark von der Größe der Anlage, der Dachform und den Komponenten ab. Als grober Orientierungswert gilt: Die Montage macht etwa 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten einer PV-Anlage aus. Für typische Einfamilienhausanlagen ergeben sich folgende Spannen:

Für eine Anlage mit etwa 8 bis 12 Kilowattpeak liegen die reinen Installationskosten meist zwischen 3.000 und 7.000 Euro. Dazu zählen die Montage der Module, die Verkabelung, der Einbau des Wechselrichters und der elektrische Anschluss. Komplexe Dächer mit vielen Gauben oder schwieriger Erreichbarkeit erhöhen die Kosten, ebenso wie zusätzliche Systeme wie Batteriespeicher oder Wallboxen.

Komplettpaket oder Einzelkauf?

Viele Anbieter verkaufen PV-Anlagen inklusive Planung, Komponenten, Installation und Anmeldung beim Netzbetreiber. Diese Rundum-Pakete sind für die meisten Haushalte die einfachste Lösung. Die Verantwortung liegt bei einem Ansprechpartner, die Abläufe sind eingespielt und alle Teile sind kompatibel.

Wer hingegen Module, Wechselrichter oder Speicher selbst beschafft, zahlt häufig weniger für das Material, trägt aber mehr organisatorisches Risiko. Der Installateur haftet dann nur eingeschränkt für das Zusammenspiel der Komponenten, und es kann schwieriger sein, kurzfristig einen Elektriker zu finden, der Fremdmaterial anschließt. Für technisch versierte Bauherren mit viel Zeit kann sich das lohnen, für die meisten Haushalte ist ein Komplettpaket jedoch die sicherere Variante.

Können auch Teilmontagen sinnvoll sein?

Manche Betriebe bieten die Möglichkeit, die Module selbst zu montieren und nur den elektrischen Anschluss durch Fachkräfte durchführen zu lassen. Das spart Kosten, erfordert aber Erfahrung im Umgang mit Dacharbeiten und ein Verständnis für die korrekte Installation. Fehler bei Dachdurchdringungen oder der Unterkonstruktion können teuer werden. Empfehlenswert ist dieses Modell nur, wenn man bereits handwerklich sehr erfahren ist.

Fazit der Entwicklung

Eine Photovoltaikanlage erfordert fachkundige Montage und einen sicheren elektrischen Anschluss. Qualifizierte Solarteure oder Elektriker mit PV-Erfahrung sind dafür die richtigen Ansprechpartner. Die Installationskosten variieren je nach Projekt, lassen sich aber gut im Gesamtkontext einer fachgerechten Planung kalkulieren. Am unkompliziertesten bleibt ein Komplettpaket, das Planung, Installation und Anmeldung aus einer Hand beinhaltet – für die meisten Haushalte der verlässlichste Weg zur eigenen Stromproduktion.