Viele Heizkeller erzählen die gleiche Geschichte: Eine alte Umwälzpumpe arbeitet seit Jahren zuverlässig, doch ihr Stromverbrauch ist enorm. Diese Modelle laufen meist dauerhaft auf voller Leistung, unabhängig davon, wie viel Wärme das Haus tatsächlich benötigt. Moderne Hocheffizienzpumpen setzen hier an und können den Energieverbrauch deutlich senken.

Was moderne Pumpen besser machen
Hocheffizienzpumpen arbeiten drehzahlgeregelt. Sie erfassen kontinuierlich den Bedarf im Heizsystem und passen ihre Leistung automatisch an. Dadurch läuft die Pumpe nur so stark, wie es die aktuelle Heizsituation erfordert. Das reduziert nicht nur den Stromverbrauch, sondern verbessert auch den hydraulischen Abgleich im System, weil Heizkörper gleichmäßiger versorgt werden.
Während ältere Pumpen häufig 60 bis 100 Watt leisten, kommen moderne Modelle oft mit 3 bis 25 Watt aus. Auf ein Jahr gerechnet ergibt das je nach Gebäude mehrere hundert Kilowattstunden weniger Stromverbrauch.
Arten von Hocheffizienzpumpen
Im Heizungsbereich sind zwei Pumpentypen üblich. Differenzdruckgeregelte Pumpen messen den Druck im System und regeln ihre Leistung dynamisch herunter, sobald Ventile schließen. Konstantdruckpumpen halten einen gleichbleibenden Druck und eignen sich für einfache Systeme mit wenigen Heizkörpern. Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser empfehlen Fachbetriebe heute differenzdruckgeregelte Varianten, weil sie flexibler arbeiten.
Wer eine Solaranlage oder eine Heizungsunterstützung über Kollektoren nutzt, benötigt zudem spezielle Solarpumpen, die höhere Temperaturen vertragen.
Mit welchen Kosten man rechnen muss
Der Austausch der alten Pumpe durch ein Hocheffizienzmodell ist vergleichsweise unkompliziert. Für die Pumpe selbst fallen im Einfamilienhaus meist 150 bis 300 Euro an. Hinzu kommen Kosten für den Einbau, die je nach Anlage zwischen 150 und 250 Euro liegen. Insgesamt bewegt sich der Austausch häufig im Bereich von 300 bis 550 Euro.
Die Einsparungen können sich jedoch schnell bemerkbar machen. Viele alte Pumpen verursachen jährliche Stromkosten von 120 bis 180 Euro. Eine Hocheffizienzpumpe kommt oft mit weniger als 20 bis 40 Euro im Jahr aus. In vielen Fällen amortisiert sich die Investition bereits nach wenigen Heizperioden.
Worauf Eigentümer achten sollten
Wichtig ist, dass das neue Modell zur Heizungsanlage passt. Ein Fachbetrieb prüft die Anschlussmaße, die benötigte Förderhöhe und die Leistung. Auch der hydraulische Abgleich sollte im Zuge des Austauschs überprüft werden, weil nur ein gut abgestimmtes System das volle Sparpotenzial ausschöpft.
In vielen Häusern zählt der Pumpentausch zu den effizientesten Modernisierungsschritten. Er reduziert laufende Kosten, entlastet das Heizsystem und sorgt dafür, dass die Wärme dort ankommt, wo sie gebraucht wird.



