Das Interesse an vernetzten Heizlösungen nimmt weiter zu – auch, weil viele Haushalte nach Wegen suchen, ihren Energieverbrauch besser zu kontrollieren. Aqara bringt dafür mit dem neuen Heizkörperthermostat W600 ein Modell auf den Markt, das auf der IFA 2025 erstmals vorgestellt wurde und die automatisierte Temperaturregelung in Wohnungen und Häusern weiter ausbauen soll.

Funktionen für eine präzisere Temperatursteuerung
Das W600 richtet sich an Nutzer, die einzelne Räume individuell beheizen möchten. Bis zu sieben Heizperioden lassen sich pro Tag festlegen, die sich an Tagesabläufen und Umgebungssituationen orientieren. Die Steuerung funktioniert über mobile Apps oder per Sprachbefehl, etwa über Alexa, Google Assistant oder Siri. Auch Aqaras eigene Geräte wie das Raumthermostat W100 oder der Panel Hub S1 Plus können eingebunden werden.
Im Betrieb arbeitet das Thermostat mit einer Temperaturgenauigkeit von ±0,5 Grad Celsius. Mehrere Heizkörper lassen sich bei Bedarf synchron ansteuern, was vor allem in größeren Wohnungen Vorteile bringt. Ergänzend ist die Kopplung mit externen Sensoren möglich – darunter Aqaras Präsenz-Multisensor FP300 oder das W100-Raumthermostat –, um die Regelung noch stärker an die tatsächliche Raumnutzung anzupassen.
Automatische Anpassung an Fenstersituationen und Anwesenheit
Zu den zentralen Funktionen gehört die automatische Leistungssteuerung: Erkennt das System ein geöffnetes Fenster, wird der Heizvorgang pausiert, um Energieverluste zu vermeiden. Über Geofencing lässt sich der Wohnraum zudem vorheizen, sobald Bewohner auf dem Heimweg sind. Eine Erfassung der Raumbelegung unterstützt die bedarfsgerechte Regulierung, etwa wenn bestimmte Zimmer über längere Zeit ungenutzt bleiben.
Mit einem Betriebsgeräusch von unter 30 Dezibel arbeitet das W600 so leise, dass es auch in Schlafräumen kaum auffällt. Die Integration in verschiedene Smart-Home-Plattformen – von Apple Home über Google Home bis hin zu SmartThings, Homey und Home Assistant – erfolgt über die Unterstützung der Thread- und Zigbee-Protokolle sowie des Matter-Standards.
Erweiterte Kompatibilität und Möglichkeiten über den Zigbee-Hub
In Kombination mit einem Aqara-Zigbee-Hub stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Dazu zählen erweiterte Zeitpläne, die Gruppensteuerung und die Einbindung weiterer Sensoren des Herstellers. Im Vergleich zum Vorgänger hat Aqara bei der Ventilkompatibilität nachgebessert. Neben dem Standardanschluss M30 × 1,5 mm unterstützt das W600 nun Adapter für RA-, RAV-, RAVL-, Caleffi-, Giacomini- sowie M28 × 1,5-mm-Ventile. Die Anzeige lässt sich dank umklappbarem LED-Display in beliebiger Einbaulage gut ablesen.
Längere Laufzeit und Einordnung in die neue Produktlinie
Das Thermostat wird mit zwei AA-Batterien betrieben und erreicht eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Damit fällt der Wartungsaufwand geringer aus als beim Vorgängermodell, dessen Batterien nach etwa einem Jahr ausgetauscht werden mussten.
Mit dem W600 erweitert Aqara seine neue Produktlinie, zu der auch das Fußbodenheizungsthermostat W500 und das Raumthermostat W100 gehören. Alle Modelle setzen auf eine Dual-Protokoll-Technologie und sollen sich flexibel in bestehende Systeme integrieren lassen.



