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Viele Heizöltanks sind noch leer: Wann ist der richtige Kaufzeitpunkt?

In Deutschland heizen 7,5 Millionen Haushalte mit Heizöl. Selten war die Lage so unklar: Wann ist der beste Zeitpunkt, Heizöl zu bestellen?

Mit 136,20 Euro pro 100 Liter liegt der Preis zwar deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch von Anfang April mit rund 163 Euro. Doch seit Mitte Juni (da lag er bei 115,20 Euro) ist der Preis noch einmal gestiegen. 3.000 Liter kosten im bundesweiten Durchschnitt bei einer Abladestelle inklusive Mehrwertsteur 4.080 Euro.

Ein typischer Heizöltank in einem deutschen Einfamilienhaus hat ein Fassungsvermögen von 2.000 bis 3.000 Litern. 2.000 bis 3.000 Litern. Bei älteren, ungedämmten Gebäuden oder größeren Haushalten sind auch Tankgrößen von 3.000 bis 4.000 Litern üblich.

Keine stabile Lage in Sicht

Die Lage ist so unübersichtlich wie schon lange nicht mehr: Die Preise schwanken stark und eine stabile Entwicklung scheint erst einmal nicht in Sicht. Händler raten deshalb zu Pragmatismus: abhängig vom Füllstand – wenn möglich – erst einmal geringere Mengen ordern und die Entwicklung beobachten.

Bei den Heizölpreisen geht es in diesen Tagen auf und ab. Laut Statistischem Bundesamt war Heizöl im Juli 2026 bereits 34,7 Prozent teurer als im Juli des Vorjahres. Dazu kommt: Viele Heizöltanks sind noch leer. Es gab in den vergangenen Monaten nur wenige Kaufgelegenheiten. Inzwischen ziehen die Verkäufe aber an, heißt es bei Händlern. Der Herbst steht vor der Tür. Im September zieht üblichweise die Nachfrage stark an. Mit bis zu vier Wochen Lieferzeiten müssten Käufer jetzt schon rechnen.

Kriege in der Welt

Preistreiber bleibt der Iran-Krieg: Ein Ende ist nicht in Sicht, die USA setzen wieder verstärkt auf wirtschaftliche Sanktionen gegen das Mullah-Regime. Öl-Transporte aus dem Persischen Golf und durch das Rote Meer bleiben risikobehaftet.

Zusätzliche Druck entsteht durch die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Ölhäfen. Die stark dezimierten russischen Raffeneriekapazitäten treiben die Gasölpreise und die Bestände an Diesel und Heizöl schrumpfen.

Zusätzlich verschärften niedrige Flusspegelstände die Versorgungslage: Der Rhein ist eine der wichtigsten Transportachsen für Mineralölprodukte in Deutschland, vor allem für den Westen und Südwesten.

Hinweise auf sinkende Preise

Mittelfristig gibt es Signale für eine Beruhigung der angespannten Marktlage: An der Straße von Hormus, die von den irranischen Islamisten kontrolliert wird, mehren sich Hinweise darauf, dass wieder mehr Öl abtransportiert werden kann. Darauf drängen vor allem Saudi-Arabien und der Irak. Nach Angaben der US-Investmentbank Goldman Sachs gelangen derzeit täglich etwa 8 bis 10 Millionen Barrel durch die Meerenge auf den Weltmarkt.

Wer nur noch geringe Reserven zu Hause habe, könne zunächst eine kleinere Menge von 1.000 oder 1.500 Litern ordern und damit etwas Zeit gewinnen, raten die Marktbeobachter. Für die, die es sich erlauben können, sei abwarten eine gute Strategie.